Das Torwarttraining hat in letzter Zeit eine rasante Entwicklung genommen. Spätestens seit dem Torwartduell bei der WM 2006 zwischen Jens Lehmann und Oliver Kahn wusste auf einmal jeder, dass zum Torwartspiel mehr als nur Reflexe auf der Linie gehören. Jens Lehmann hat bekanntlich das Duell für sich entschieden, weil er der komplettere Torwart von beiden war. Für uns als absolute Kahn-Fans war das damals alles andere als eine logische Entscheidung. Aber mit ein wenig Abstand gesehen und ohne Bayernbrille auf der Nase war dieser Entschluss natürlich nachvollziehbar.
Jede Mannschaft musste nun auch einen kleinen Jens Lehmann im Tor haben. Mitspielen, Bälle ablaufen und Flanken abfangen sollte nun jeder, am besten gleich im nächsten Spiel.
Dieser Ansatz ist vollkommen richtig, nur leider haben wir das Gefühl, dass dafür einfach zu wenig gemacht wird. Wir sehen immer noch Torhüter mit Anfang 20, die zwar talentiert sind, denen aber in der Jugend das Torwarttraining ganz oder teilweise gefehlt hat.
Viele erzählen uns dann, dass meistens ein Vater eines Mitspielers beim Traninig dabei war, der dann ein paar Bälle geworfen hat. Andere sagen, dass nicht mal das der Fall war. Nur leider ist es mit Bälle werfen nicht getan, sodass wir uns nun für die Gründung unserer Torwartschule entschlossen haben. Wir möchten unser Wissen gerne an junge Torhüter weitergeben. Sie sollen in unseren Camps und in unseren Einzeltrainings eine gute Torwartausbildung mit auf den Weg bekommen, damit sie für eine ordentliche Torwartkarriere gerüstet sind.
